Bd. 39 Nr. 39 (2016): ZdF Nr. 39/2016

Die Staatskunst galt dem alten Griechen Platon als das ideale staatsmännische Handeln zum Wohle aller. Die Staatskunst war gleichsam die höchste und verantwortungsvollste aller Künste, die alles gesellschaftlich Produktive zu einem großen Ganzen zusammenwebt. Das kommunistische Staatswesen erwartete von den Künsten die Unterordnung unter die Ideologie, Kunst sollte im Sinne der Herrschenden parteilich sein. Ergriffen Künstler aber Partei gegen die herrschenden Ordnungsvorstellungen, bekamen sie die Staatsgewalt zu spüren. Das sozialistische SED-Regime erwartete von seinen Staatskünstlern „schöpferisches Handeln“ zum Wohle der SED-Diktatur. Diese Staatskunst hatte gegenüber den Unterdrückten und Entrechteten im eigenen Lande verantwortungslos zu bleiben. Für sie existierte Unrecht nur in der Vergangenheit oder im kapitalistischen Ausland. Die Schwerpunktbeiträge dieser ZdF-Ausgabe widmen sich der Staatskunst im doppelten Wortsinn.

Veröffentlicht: 2019-02-21

Rezensionen

  • Joachim Goertz, André Gursky, Peter März, Peter März, Volker Strebel, Jochen Zenthöfer, Rainer Eckert, Mandy Palme, Angela Schmole, Jan Kostka, Jan Kostka, Max-Wilhelm Bahn